Erinnerung an 2014…

Kleine Vorbemerkung zu Venedig auf dem Stand up Paddle

Diese Story ist bereits im Stand up Magazin 8 erschienen und es war für uns eine kleine Ehre für unser Szene Magazin zu schreiben. Danke auch nochmals hier an Mike Jucker der mit viel Fleiss an diesem Projekt arbeitet. Unterstützt das Magazin mit einem Kauf!  Klicke hier

Ich habe die Story in 2 Teile geteilt da Sie sonst riesig ist und ich hoffe ihr habt Spass beim lesen. Für uns war es ein einmaliges Erlebnis.

 

supsafari.ch auf Tour in Venedig

Dani und ich kennen uns nun ca. 14 Jahre und doch haben wir es bisher nie geschafft, einen klassischen Roadtrip zu planen. In all den Jahren verbrachten wir viel Zeit zusammen, seit wir jedoch supsafari.ch betreiben hat sich dies noch intensiviert. Zum 1 Jährigen SUP Jubiläum sollte also das ersten Mal etwas Einmaliges geplant werden. Nur wir zwei auf Jungstour, eine Reise ohne Wiederkehr, ein echter Männertrip oder besser gesagt eine Reise für zwei 30 Jährige, die keine Extremsportler sind und doch etwas aussergewöhnliches erleben wollen.

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In letzter Zeit konnte man viel über die Herren lesen, die in unglaublicher Manier die Bergflüsse mit ihren SUPs bezwingen und hunderte von Kilometern paddeln, bis ihre Hände bluten, bis sie am Ende ihrer Kräfte sind. Sind wir denn alle so? Muss es immer bis ans Ende unserer Kräfte gehen? Können wir nicht etwas erleben ohne immer extremer zu werden? Wir alle haben das Bedürfnis nach Abenteuer, einige mehr und andere weniger. Sie sollten auch unbedingt erlebt werden, jedoch immer im Ramen unserer Möglichkeiten. Lasst euch nicht von anderen sagen wie weit ihr paddeln müsst, für ein Abenteuer gibt es keine Masseinheit.

Sucht euch eure Plätze, sucht euch einen aussergewöhnlichen Flusslauf, eine Insel, nehmt ein Zelt mit oder versucht euch das erste Mal im Wildwasser Stufe 1 oder 2. Nichts sollte euch aufhalten, fokussiert euch auf euer Ziel und plant eure Reise. Der erste Schritt ist meist der schwerste. Andere werden sagen: „Das ist doch nichts!“, doch ihr wisst es besser.

 

Die Reise in den Container

Unsere Reise begann in der Schweiz und sollte auch wieder da enden. Geplant waren 2 Tage Venedig und 2 Tage surfen in Levanto, doch im Fokus stand ganz klar Venedig. Keine andere Stadt ist für einen Stand up Paddler mit Venedig vergleichbar, ihr solltet in eurem Leben unbedingt einen Tag auf den Kanälen dieser einzigartigen Stadt erlebt haben.

Nach einer 8 stündigen Autofahrt kamen wir erschöpft, aber voller Vorfreude im Camping Fusina in Venedig an. Die Nacht verbrachten wir in einem schimmelig-feuchten Wohncontainer, welcher nach dem Toilettenbesuch des Nachbarn eigentlich hätte evakuiert werden müssen. Sollte dies ein Vorgeschmack auf die kommenden Tage sein oder hatten wir mit 20 Euro pro Nacht lediglich ein zu knappes Budget eingerechnet? Wir waren zu müde um weiter darüber nachzudenken und wir hatten ja nicht die Absicht, unsere Tage in dieser Unterkunft zu verbringen. Am nächsten morgen begaben wir uns sogleich auf die Fähre, welche direkt neben dem Campingplatz ihren Ankerplatz hat. Somit ersparten wir uns die ersten 5km durch die Bucht, deren Wasser ziemlich trüb und verschmutzt wirkte.  Des Weiteren hätten wir mit unserem 12.6 Indiana SUPs zwischen riesigen Frachtschiffen keine Chance gehabt und uns war nicht danach, den Kampf David gegen Goliath nachzustellen.

Indiana anreise

Passenderweise sollte hier erwähnt werden, dass wir von Indiana netterweise supportet wurden und sie uns für die Reise zwei ihrer neuen 12.6 Air SUP Touring/Race zur Verfügung gestellt haben. Die aufblasbaren Stand up Paddle Boards konnten wir perfekt auf der Fähre mitführen und nach 20 Minuten Fahrt erreichten wir die Station Zattere in Venedig. Nach der Ankunft überquerten wir eine kleine Brücke links des Schiffstegs und suchten uns eine Ecke, um unseren Air SUPs den nötigen Druck einzuverleiben. Die Sonne kam zur rechten Zeit hinter den Wolken hervor und versorgte uns mit der nötigen Energie für das bevorstehende Abenteuer. Das Pumpen und Umpacken dauerte seine Zeit und die ersten Passanten betrachteten uns etwas verdutzt. Zumindest fühlte es sich an als ob uns jeder anstarrte. Kurz bevor wir startbereit waren überquerte ein Krankenwagen in Schiffsform den Kanal und generierte sehr hohe Wellen. Dies war etwas beängstigend und wir konnten nur hoffen, dass uns während der Paddeltour keine gestressten Bootsfahrer passierten.

 

Der erste Paddelschlag

Der erste Paddelschlag im Kanal war ein einmaliges, überwältigendes Gefühl. Noch leicht wackelig wegen der relativ schmalen Boards und den kleinen Wellen die in den Kanälen von jeder Wand zurückgeschlagen wurden, bahnten wir uns unseren Weg zwischen parkierten und fahrenden Booten hindurch. Wir passierten die ersten Brücken, bestaunten Gebäude und  bewegten uns langsam und vorsichtig durch einen der Sestieri (Stadtteile) von Venedig. Dorsoduro ist einer der exklusivsten Ecken und so genossen wir diese Impressionen. Immer wieder orientierten wir uns neu mithilfe der kleinen Touristenkarten vom Camping um uns in den vielen Kanälen nicht zu verirren. Wir wählten absichtlich die kleinsten Kanäle um dem grossen Schiffsverkehr zu entgehen, doch leider scheint den Venezianern egal zu sein wie eng ein Kanal ist, irgendeine Art von Boot passt immer hindurch.

 

Lest weiter im 2. Teil, er erscheint in einer Woche….

 

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