Konstanz ohne Shoppingstress

Jetzt, wo das Wetter gerade wieder grau ist und ich mir überlege, wo wir denn Sonne finden könnten, kommt mir unser Ausflug an den Bodensee in den Sinn. Bereits Mitte Februar machten wir uns mit 2 Autos und drei Race-SUPs auf nach Gottlieben. Doch da nützte auch der Name nichts, die Sonne kam nicht raus. Zu unserer Besänftigung fanden wir am Parkplatz direkt am See jedoch einen kleinen Laden vor, der in seiner Grösse alles anbietet, inkl. Hüppen und einer freundlichen Bedienung.

Eingestiegen ins Wasser sind wir direkt beim Waaghaus, vis-à-vis der Drachenburg. Wir legtzen nach rechts ab (Richtung Osten), und um-paddelten sogelich die Wasserburg. Das historische Gebäude ist imposant und wirkte mit dem abblätternden Verputz ziemlich schaurig – was der Nebel natürlich noch verstärkte. Auch das Wollmatinger Ried wirkte schön in dieser Winterstimmung, wahnsinnig ruhig und auch auf dem Fluss waren wir quasi alleine. Denn die Strecke im Bodensee, welche den Ober- und den Untersee verbindet – der Seerhein – ist ein Fluss, auch wenn die Strecke oftmals etwas von einem See hat. An den Ufern ist er teilweise sehr untief und die Schiffwege sind markiert. Im Winter fahren jedoch keine Kursschiffe. Diese sind nur von April bis Oktober unterwegs und kreuzen Gottlieben nur jeweils 4x am Tag pro Richtung.

Halt machten wir kurz vor Einfahrt in den Obersee beim Ruderclub Konstanz und möchten uns sogleich nochmals dafür bedanken, dass wir den Privatsteg zum Anlegen brauchen durften. Imbiss: Wienerli und Bouillon aus der Thermoskanne, noch schön warm die ideale Zwischenverpflegung an diesem kalten Wintertag, mit Blick auf den Rheintorturm. Danach paddelten wir nur kurz unter der Brücke durch, erhaschten einen Blick auf die Hafenhure Imperia (das grösste Denkmal einer Prostituierten weltweit) und kehrten Konstanz wieder den Rücken.

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Auf der Rückfahrt wurde einem erst die Zugkraft des Wassers bewusst, denn wir waren plötzlich viel schneller unterwegs und waren im Nu wieder in Gottlieben. Nun freue ich mich darauf, dieselbe Strecke mal bei Sonnenschein zu machen und Konstanz wiedermal einen Besuch abzustatten. Natürlich war es im Februar dann so, dass wir zurück in Uster von strahlender Sonne empfangen wurden.

 

Fotos und Route:

 

 

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